Reviews per Album:


Reviews zu "A Lifetime For The Disappointment" (2004)


Wasteofmind.de


Der typische Ska-hörer, wenn man sowas sagen kann, sollte hier vielleicht zweimal reinhören. Greedy bees sind ne gute Band, traditioneller Schunkel- Ska scheint jedoch nicht so Ihr Ding zu sein, was ja auch nicht schlimm ist. Alles ziemlich flotte Nummern, Schlagzeug meistens voll auf die Nuss, das restliche Instrumentarium natürlich mit. Die Einflüsse müssen eher auf Punk/HC- Seite liegen. Nicht für umsonst bezeichnen die 7 Jungs aus Saarbrücken ihren Stil als Ska- Core und das kommt auch kompromisslos rüber, kein- Wo steck ich die Jungs rein. Die Hörner sind in jedem Lied präsent(erinnern an die Rantanplaner), der Skank in fast jedem, die Songs- immer volle Kanne drauf. Von daher passt auch die Stimme ganz gut- nicht melodiös gesäuselt- eher punkig abgekämpft, aber schön. Harmoniert alles echt herrlich. Immerhin spielen die Männers auch schon seit 97 zusammen. Der erste Song lässt einen zwar zu anfangs an AC/DC s Thunderstruck denken, was sich aber legt(auch wenn der der Gitarrist noch mehr Bock drauf hätte!?). Die CD( oder das Vinyl ) empfiehlt sich für Menschen die auch gerne mal Mucke zum Abreagieren zuhause haben. Für den besagten „Ska- Hörer“ vielleicht nen tick zu hart, für die jungs die eigentlich punk oder emo- core (Unwort) hören vielleicht die Gelegenheit den Anschluss zum Ska- train zu kriegen. Eindruck: Positiv
Marlo


FOMP.de


Nachdem ich die Greedy Bees zum dritten Mal vor kurzem sah musste ich mir doch mal ihr neues Album zulegen und auch dann was dazu schreiben. Zwischen meinem ersten Mal mit den Greedy Bees vor 4 Jahren und der jetzigen CD liegen doch Welten und aus der alten Besetzung sind nicht mehr all zu viele übrig geblieben und es hat sich auch sonst einiges getan. Auf jeden Fall liefern die Saarländer mit A Lifetime For The Disappointment eines der besten Ska(core) Alben ab, was ich in letzter Zeit zu hören bekam. Vergleiche zu Szenegrößen wie Catch 22 und anderen müssen nicht großartig gescheut werden. Man merkt auf jeden Fall einen großen Fortschritt zu dem 2003 erschienen Demo „Mission:Top Secret“; wohl am meisten an der Soundqualität, die (natürlich) auf dem aktuellen Album um einiges stimmiger daher kommt.
Insgesamt 10 Songs die man ohne Probleme mehrmals hoch und runter hören kann. Dabei sticht beim ersten Hören vermutlich der auf deutsch gesungene Song „Nach alle den Jahren“ am meisten raus, da die anderen Songs alle in Englisch gesungen werden. Aber beim zweiten Hören fällt dann schon gleich auf, dass man die Greedy Bees nicht auf einen Song beschränken kann. Man merkt schon, dass hier Leute am Werk sind, die was von Musik verstehen und die ihre Liebe zur Musik auch zeigen und Herzblut in die Band stecken. Zunächst gewöhnungsbedürftig ist für mich aber das Intro, das mich ein wenig zu sehr an irgend einen alten Rock Klassiker erinnert. Wobei den Abschluss des Albums ein Stück bildet, was auch mit einigen Klavierparts locker flocker daher kommt. Manch einem könnte vielleicht die Stimme des Sängers gewöhnungsbedürftig vorkommen, doch wenn man sich daran gewöhnt hat, ist sie nicht mehr weg zu denken und liefert somit einen klasse Gesamteindruck.
Bevor ich nun zu viel verrate - bildet euch selbst ein Urteil.
tyler


Punkrockguide.de


Skacore nennen die sieben glorreichen Saarbrücker ihre Musik. Gemeint ist damit eine Mischung aus schnellem Punk, Skarhythmen, Dicke-Backen-Instrumenten und rauem Gesang. Die Grundstimmung der Debut-CD ist positiv - alles Up-Tempo Nummern mit Melodei und schönen Chorpassagen -, auch wenn die Texte (9x Englisch, 1x Deutsch) eher ernst bis melancholisch gehalten sind.
Front- und Back-Cover kokettieren ebenfalls mit dem Schmerz des Künstlers: Einsamer Gitarrist auf der Brücke zockelt in den Ort der Trübsal bzw. wartet nachdenklich auf den „Bus nach Nirgendwo“ - unzweifelhaft Schnappschüsse aus der Heimat. Daher lässt sich der Titel als „lebenslange Enttäuschung“ oder als „lebenslanges Warten auf die falsche Verabredung“ interpretieren. Bilanzen, die man in Saarbrücken durchaus ziehen kann – ich selbst lebte zwei Jahre dort –, doch die Stadt trägt meist nicht die Schuld und solche Bilanzen werden auch anderswo gezogen. Die GREEDY BEES jedenfalls sind keineswegs „enttäuschend“, „trübe“ oder „abwartend“ und ein Konzert würde ich (der CD nach) nicht als „falsche Verabredung“ einschätzen, sondern sogar empfehlen. Zumal sie bei der Aufzählung ihrer bisherigen Auftritte meinen Heimatort Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) in einem Atemzug mit Städten wie Frankfurt, Freiburg und Hamburg nennen. Das ist für Saarländer sehr tolerant. Zeige dich genauso weltoffen wie die GREEDY BEES und öffne deinen CD-Player für sie.
YOU WON´T BE DISAPPOINTED!
Captain Mocker


Scumfuck Tradition Mailorder


Aus Saarbrücken kommt diese Band, die ihre Musik selbst als Skacore betitelt und das trifft dann wohl auch voll ins Schwarze. Punk-Riffs und –Rhythmen werden immer wieder von Ska-Elementen unterbrochen und auch die Bläser sind pausenlos im Einsatz.
Die Saarländer beherrschen ihre Instrumente zweifelsohne und haben ein solides, gutes Debüt an den Tag gelegt. Ein Überhit fehlt mir hier zwar, was aber auch daran liegen kann, dass ich nicht gerade DER Fan von Skapunk bin. Leute, die auf die Mucke von Skafield, Mighty Migthy Bosstones oder ähnliches abfahren, könnten aber durchaus an der CD gefallen finden.
Jennes


Genevapunkska.com


(Deutsche Übersetzung) In der Tat hört 808 Records nicht auf Platten rauszubringen. Und neuerlich gehen sie sogar schon auf die Suche nach ausländischen Gruppen: Die Greedy Bees kommen nämlich aus Saarbrücken in Deutschland und bringen hiermit ihr erstes Album, welches auf ein 2003 veröffentichtes Demo folgte. 'A lifetime for the disappointment' zeigt die Gruppe mit 10 Stücken, die einem recht konventionellen aber gut umgesetzten Skapunk entsprechen. Die Vocals lassen einen manchmal an Capdown denken; die Rhythmus- und Bläsergruppen erinnern oft an Gruppen wie Less Than Jake oder Mustard Plug, sind aber insgesamt betrachtet eher Pop-Punk. Einige Hardcore-Einflüsse à la Link 80 oder Against all Authority in Liedern ('Metamorphosis' oder 'Still out in the rain') werden aber vor allem die Neulinge im Genre zu schätzen wissen. Da man wohl keinen großen Wert auf die Qualität gelegt hatte, klingt die Produktion leider ein wenig dumpf und durcheinander. Eine Band die man sich zur Zeit noch interessanter auf der Bühne als auf Platte vorstellen mag.
Matti


Pepper-zone.net


(Deutsche Übersetzung) 808 Records ist, neben der Tatsache dass es eine Tochtergruppe vn Leech Redda ist, vor allem ein Label, dass sich es zum Ziel gemacht hat jüngere Bands unter Vertrag zu nehmen, die bisher noch nicht das Glück hatten, die Möglichkeit einer Veröffentlichung ihrer Produktion zu bekommen. Das ist doch mal eine Initiative, die ich persönlich sehr sympathisch finde und welche der lokalen Szene erlaubt sich in rasanter Geschwindigkeit zu entwickeln.
Wir haben heute das Vergnügen mit einer jungen deutschen Formation die sich den schönen Namen Greedy Bees gab. 6 Burschen und einige Jahre später haben wir es heute mit einer 10 Titel umfassenden EP zu tun, welche einen hinreißenden und tanzbaren Skapunk enthält, den gleichen der leicht die Fans von Big D oder Link 80 in Trance versetzen würde. Zugegebenermassen ist diese ein wenig drucklos (ein paar Klampfen fehlen und die Bläser sind etwas dumpf), aber der Wille Spass zu haben ist präsent und das Songwriting ist sympathisch. Warum sollte man sich also davon abhalten lassen? Energiegeladener Punk!
Adrien


Europunk.net


(Deutsche Übersetzung) Naja, Greedy Bees? Der Name war wohl das erste, was meine Aufmerksamkeit erregte. Ich weiß, dass es schwer ist einen guten Band Namen zu finden (meine Band ist das beste Beispiel dafür), aber sie hätten sich doch was besseres einfallen lassen können. Aber was solls, dieses Review ist nicht über Bandnamen, sondern ihr letztes Machwerk 'a lifetime for the disappointment'.
'Alftd' ist 25 Minuten kompromißlos nach vorn gehender Skacore. Jedoch sind die Greedy Bees doch zu so viel mehr imstande. Da ich sie unlängst live gesehen habe, kann ich mit Gewissheit sagen, dass sie live mindestens genau so gut sind, wenn nicht sogar noch besser, aber hier scheinen sie irgendetwas zurückzuhalten.
Die Energie ist für jeden ersichtlich, die Hingabe ist auch da aber musikalisch fehlt irgendetwas. Während sie alles in greifbarer Nähe haben, fehlt den Songs die richtige Beschaffenheit, so als ob sie nicht richtig ausstrecken könnten und das Element ergreifen, dass ihre Musik abrunden würde.
Der Gesang, obwohl er nichts Weltbewegendes ist, passt recht gut zur Musik. Die rauhe, fast rostige Stimme des Lead-Sängers begleited ihre Skacore Ader gut und gepaart mit den Backups vom Rest der Band erreicht der Gesang bei Greedy Bees eine Einzigartigkeit, besonders in einer Live Umgebung. Die Bläser brechen ohne irgendwelche Probleme durch die verzerrten Gitarren und im Gegensatz zu vielen anderen Bands, deren Bläser nur den Rest der Band begleiten, fügen das Tenorsaxophon und die Posaune ein neues Spektrum zum Gesmatklang der Band hinzu.
Diese Gruppe hat zwar zwei Gitarren, aber um ehrlich zu sein würden sie wahrscheinlich nicht so viel anders klingen, ließen sie eine weg. Wenn man schon zwei Gitarren hat, sollte man sie auch einsetzen. In einer Skacore Band gibt es so viele Möglichkeiten zwei Gitarren einzusetzen, sei es durch cleane abgedämpfte Leadparts, um den Ska zu begleiten oder krachende Soli, um den Hardcore zu durchbrechen; die Gitarre kann so vielfältig eingesetzt werden und das ist etwas, was ich in Zukunft gerne mehr bei den Greedy Bees sehen würde. Obwohl ich das zwar gesagt habe, machen sie dies live mehr als wett. Jedes Mal, wenn der zweite Gitarrist nicht zu spielen brauchte, skankte und sprang er auf der Bühne rum, wie ein Verrückter wodurch er das Publikum anheizte und die Greedy Bees Bühnenshow auf ein ganz neues Level hob.
Ich weiß immer noch nicht richtig, was es ist, das diese Band hier vermissen lässt, gerade weil ich ein großer Fan dieser CD bin, aber irgendetwas ist nicht so wie es sein sollte. Live hörten sie sich großartig an, aber auf Platte kommt ihre Intensität und Energie nicht richtig rüber. Ich erinnere mich an die von No Comply oder den Bosstones und dann wieder an die Greedy Bees und es gibt da was, das diese Cds haben und ihre nicht hat. Ich kann die zuvor genannten Cds einlegen und mir vorstellen, ich sei gerade bei einer ihrer Shows dabei und das ist etwas, was ich bei den Greedy Bees einfach nicht kann.
Die Greedy Bees sind eine gute Band und wohl eine der besten europäischen Ska-Core Bands die ich seit geraumer Zeit live gesehen habe, aber 'a lifetime for the disappointment' wird ihnen einfach nicht gerecht. Ich bin wirklich gespannt darauf eine neue Veröffentlichung dieser Jungs zu hören, denn sie haben wirklich das Zeug dazu ein wahrhaft großartiges Album zu produzieren.
Jenkin


FFRUK.com


(Deutsche Version) Die Greedy Bees sind eine ziehmlich coole Ska Punk Band aus Deutschland und ich wette sie wären auch hier richtig groß, weil sie den Bands ähneln, die Household Name und Moon Ska (Europe) sonst rausbringen. Trotz dass sie aus Deutschland sind, singen sie auf Englisch bis auf einen Track in ihrer Heimatsprache. Zehn durch und durch Mithüpfstücke, welche es verdienen gehört zu werden. Hört euch auf jeden Fall Songs wie 'Still out in the rain', 'Don't blame the kids', 'Nach all den Jahren' und 'Nine-life cats' an und ihr werdet schnell mit dieser Band warm werden. Ich habe mir bereits zweimal das Album angehört, seit ich gerade die Reviews abtippe und es läuft gerade ein drittes Mal. Die Produktion ist nicht die beste auf der Welt, aber hey ich beschwere mich ja gar nicht, es ist immer noch ein sehr hörenswertes Album.
Steve


Skabadip.it


(Deutsche Übersetzung) Die Scheibe kommt aus der Schweiz, während die Greedy Bees Deutsche sind und Ska-Core mit mehr „Core“ als „Ska“ und einer guten Portion Rock machen. Unter ihren Kollegen aus dem selben Genre gehören die Greedy's nicht gerade zu den „lauten Krachmachern“, aber damit will ich auf keinen Fall sagen, dass ihre Musik nicht druckvoll ist, im Gegenteil. Sie erinnern mich sogar an Less than Jake!
Man könnte fast meinen, um als „Ska-Core“ Band zu gelten, bräuchte man nur zwei Bläser (Posaune und Tenor Sax) mit aus dem Ska stammenden Rhythmen zu mischen. Auf „a lifetime for the disappointment“ hab ich im Vergleich zu anderen Alben ähnlicher Bands nur den Funk/Ska der Fishbones in „Don't blame the kids“ wiedergefunden, den typischen Ska-Core in „Fat guys' grin“ und „Red beans & a bloody steak“ und die einzige Spur von traditionellem Ska den die Greedy Bees auf ihrem Album präsentieren, trägt den Titel „Nine-life cats“.
Im Einzelnen nicht anders und/ oder sich abhebend von gleichartigen Bands haben die Greedy Bees jedoch nicht weniger Chancen Anhänger der Hardcore-/ Punkszene zu begeistern. Sie enthalten sich einfach der traditionellen Ska-szene!
Sergio Rallo


Select Yordan


Genau, die CD muss irgendwo liegen geblieben sein, denn erschienen ist sie schon im Oktober letzten Jahres. Und da die Zeit unerbärmlich vorwärts schreitet, gibt's jetzt halt ein verspätetes Review dieses Werkes, welches das Debut- Album der Greedy Bees ist. Die sieben Musiker aus Saarbrücken spielen seit Ende 2000 in dieser Besetzung zusammen und gingen Ende 2003 das erste Mal für dieses Album ins Studio. Den Hörer erwarten 10 Skapunklieder mit Texten, die die Enttäuschung über gewisse gesellschaftliche Missstände ausdrücken und das Alltagsleben an den Pranger stellen. Mit «A Lifetime For The Disappointment» ist den Greedy Bees ein sehr homogenes und kompaktes Album gelungen, das ohne grosse Experimente auskommt. Die Bläserabteilung (Posaune und Saxophon) ergänzt die Lieder gut und bringt hier und da auch etwas Abwechslung in den Sound. Leider fehlt es der Musik doch an Eigenständigkeit, erinnern sie doch sehr stark an Bands wie Skafield oder No Authority. Nichtsdestotrotz ist es auch den Greedy Bees gelungen, mit ihrer Musik gute Stimmung in den trüben Herbststunden zu verbreiten.
Remo Zandonella